Behandlung der Psoriasis mit chinesischer Medizin

Psoriasis ist eine häufig auftretende, chronisch entzünd­liche Hautkrankheit. Die klassischen Symptome sind rote Papeln oder Plaques, also entzündlich gerötete Hautstellen, die mit mehreren Schichten silberweißer Schuppen bedeckt sind. Der Ausschlag erstreckt sich über Arme & Beine, häufig sind auch die Kopfhaut, der Rücken und teilweise sogar der ganze Körper betroffen.

Psoriasis ist eine der am schwierigsten zu behandelnd­en Krankheiten der Welt. Durch die Einnahme von Medikamenten oder Behandlung mit pflegenden Salben und Lichttherapie können die Beschwerden nur bedingt gelindert werden. Eine Therapie mit Biologika, therapeutisch wirkende Proteine oder Moleküle, die in Zellkulturen hergestellt werden, führt zu einer guten und schnellen Linderung, kann die Psoriasis aber nicht nachhaltig heilen. Patienten müssen in der Folge ein Leben lang mit diesen teuren Medikamenten behandelt werden – teilweise mit erheblichen Nebenwirkungen.

In der Schulmedizin gelten bestimmte Auslöser wie Stress, Infekte und mechanische Reize auf die Haut als die Ursache von Psoriasis. Ebenfalls spielt die genetische Veranlagung eine ganz entscheidende Rolle. Behandlung der Psoriasis mit chinesischer Medizin Beschwerden

Aus Sicht der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) gibt es 2 wesentliche Hauptursachen für Psoriasis:

1. klimatische Faktoren
Wind, Kälte, Hitze, Nässe, Trockenheit gelten als äussere Krankheitsursachen. Diese Faktoren spielen aber in der TCM vor allem dann eine wichtige Rolle, wenn sie langanhaltend oder in unverhältnismässiger Heftigkeit auf den Körper wirken (z.Bsp. bei einem starken Temperatursturz).

2. emotionale Störungen
Gründe für eine emotionale Störung sind in vielen Fällen im näheren Umfeld des Betroffenen zu finden. Leistungsdruck, zu viele Einflüsse von der Umwelt (Reize), die schwer verarbeitbar sind, Stress im Alltag und der fehlende Ausgleich (z.Bsp. in der Natur/Ruhe) sind häufig Auslöser für die Entwicklung einer emotionalen Störung. Aus Sicht der TCM gelten vor allem Emotionen wie Zorn, Trauer, Angst und Stress als innere Ursachen einer Krankheit. Weil Körper und Geist in der TCM eine Einheit bilden, können solche Emotionen, die über eine längere Zeit einwirken auf den Körper, eine Stagnation des Qi, der Lebensenergie, bewirken.

Diese 2 Faktoren gelten als Verursacher einer Disharmonie von Milz- und Magen-Energie, die allerdings auch genetisch angeboren sein kann. Aus dieser Disharmonie entsteht eine für den Körper «giftigen Hitze». Diese Hitze verstopft die Meridianbahnen. Die Lebensenergie «Qi» kann in der Folge nicht ungehindert fliessen, was ein guter Nährboden für die Psoriasis darstellen kann.

Die TCM unterteilt Psoriasis in 3 Typen:

1. Bluthitze
Beim Typ Bluthitze befindet sich die Krankheit meistens noch im Anfangsstadium. Der Ausschlag ist in der Regel tropfenförmig und zeigt sich in einer leuchtend roten Farbe. Es bilden sich immer wieder neue schuppige und juckende Ausschläge.

Pulsdiagnose: saitenförmiger Puls
Zungendiagnose: rote Zunge mit gelbem Zungenbelag
Behandlungsprinzip: Hitze senken und Blut abkühlen

2. Blutstagnation
Beim Typ Blutstagnation haben Patienten oft einen längeren Krankheitsverlauf, die Symptome stagnieren, es sind keine grossen Veränderungen erkennbar. Der Ausschlag zeigt dunkelrote Plaque mit dicken, silbrig-weissen Schuppen. Es treten nur wenige neue Hautausschläge auf, dafür ist der Juckreiz deutlich verstärkt.

Pulsdiagnose: rauer und saitenförmiger Puls
Zungendiagnose: dunkelviolette Zunge
Behandlungsprinzip: Blut beleben und Stagnation lösen

3. Blutdürre
Beim Typ Blutdürre ist die Krankheit zwar in chronischem Zustand, die Symptome sind aber nicht so offensichtlich. Die entzündliche Rötung der Haut lässt allmählich nach, Schuppenbildung und Juckreiz sind reduziert.

Pulsdiagnose: dünner und saitenförmiger Puls
Zungendiagnose: rote Zunge mit wenig Zungenbelag
Behandlungsprinzip: Blut nähren und befeuchten, Qi stärken und Yin tonisieren.

In der chinesischen Medizin gibt es verschieden Methoden, um Psoriasis zu behandeln. Die Kombination von Akupunktur mit Kräutertherapie (zur Einnahme oder als Bad) ist die am meisten angewandte und effektivste Behandlung. Bei korrekter Abstimmung des Therapiekonzepts verringert sich der Ausschlag nicht nur schrittweise, sondern kehrt am Ende der Behandlung nachhaltig nicht wieder zurück.

Je nach Psoriasis-Typ werden von den rund 360 Akupunkturpunkten, die über den ganzen Körper verteilt sind, spezifische Punkte ausgewählt zur Behandlung. Wichtig: die Behandlung von Psoriasis mit TCM braucht mehr Geduld als eine Behandlung mit Schulmedizin. In der Regel zeigt sich eine sicht- und spürbare Besserung der Beschwerden nach 6 Wochen Behandlungszeit.

Einen Patientenbericht zum Thema Psoriasis finden Sie hier.