Probleme beim Wasserlösen – Blasenentzündung

Statistisch betrachtet erkrankt jede zweite Frau mindestens einmal im Leben an einer Blasenentzündung (Zystitis). Die Blasenentzündung gehört somit in der Gesamtbetrachtung zu einer der häufigsten Infektionskrankheiten. Denn bei ca. 50% der betroffenen Patientinnen folgt im gleichen Jahr eine erneute Infektion. Auch chronische Krankheitsverläufe sind sehr häufig.
Diese Patienteninformation informiert aber nicht ausschliesslich zum Thema Blasenentzündung, sondern betrachtet allgemein die Probleme rund ums Thema «Wasserlassen». Diese sind in der Regel:

– häufiges Wasserlassen in kleinen Mengen
– vermindertes Wasserlassen
– starker Harndrang
– Bauch- und Blasenschmerzen
– Harnwegsschmerzen

Andere abnormale Phänomene wie nächtliches Bettnässen und Nykturie (nächtlicher Harndrang) beeinträchtigen zudem auch den Schlaf. Häufige Krankheitsformen, die zu Problemen beim
Wasserlassen führen, sind die akute oder chronische Blasenentzündung, die Reizblase, Harnsteine sowie bei Männern Prostatitis (Entzündung der Prostata) und Prostatavergrösserung.

In der Philosophie der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) beruhen die Probleme beim Wasserlassen respektive die Ursache für oben genannte Krankheiten hauptsächlich auf – einem «Nieren-Qi-Mangel» (Qi = Energie) oder – Feuchtigkeit und Hitze in der Blase Bei Patienten mit einem Mangel an Nieren-Qi beginnen die Beschwerden meistens langsam und die Symptome sind eher mild, nehmen anschliessend aber oft einen chronischen Verlauf – und heilen nicht mehr vollständig aus. Feuchtigkeit und Hitze in der Blase sind ein Fülle-Hitze-Syndrom. Dieses ist durch einen akuten Beginn, starke Symptome und eine rasche Besserung nach der Behandlung gekennzeichnet.

Durch Langzeitbeobachtungen unserer Therapeuten konnte festgestellt werden, dass bei chronischen Problemen beim Wasserlassen häufig wiederkehrende, chronische Blasenentzündungen, Blasenreizungen und chronische Prostatitis sowie Prostatahypertrophie (Vergrösserung der Prostata) vorkommen. Die Beschwerden können durch wiederholte Anwendung von Antibiotika und anderen Medikamenten oft nicht gelindert werden. In der TCM wird zur Behandlung dieser Beschwerden respektive Krankheiten die Akupunktur angewandt, im Bedarfsfall kombiniert mit chinesischen Kräutern. Bei Patienten mit Feuchtigkeit und Hitze in der Blase zielt die Therapie darauf ab, diese unausgeglichenen Energie-Zustände zu klären (z.B. durch Behandlung des Blasenmeridians).

Die für die Akupunkturbehandlung bevorzugten Punkte liegen hauptsächlich auf dem Nieren- und Blasenmeridian sowie dem Dumai- und Renmai-Meridian. In der chinesischen Kräutermedizin werden häufig Nierenqi- und SchlangengurkenNelken-Kräuterpillen, Kieferschwamm-Pulver oder Lärchenschwamm-Brühen angewandt. Bekannte westliche Kräuter sind z.B. Goldrute, Kapuzinerkresse, Meerrettich oder Brennessel. Die chinesische Medizin mit ihren sanften und nebenwirkungsarmen Behandlungsmethoden hält hilfreiche und auf Sie persönlich zugeschnittene Therapiekonzepte bereit, um Sie bei den genannten Beschwerden zu unterstützen. Nach einem detaillierten Diagnose-Gespräch, ergänzt mit einer Pulsund Zungendiagnose, werden Ihnen unsere Therapeuten ein auf Sie abgestimmtes Behandlungskonzept vorschlagen. Normalerweise sind für den nachhaltigen Ausgleich aller betroffenen Energien 10 bis 12 Behandlungen erforderlich. Die Dauer der Therapie ist unter anderem auch davon abhängig, wie stark die Beschwerden bereits im Körper manifestiert sind.

Übersicht Symptome:

Blasenentzündung
Starkes Brennen und Schmerzen beim Wasserlassen, häufiger, spärlicher Harndrang, Krämpfe im Unterbauch, tiefgelber, geruchsintensiver oder trüber Urin.

Reizblase
Ständiger Harndrang, unwillkürlicher Verlust von Urin, beim Toilettengang werden nur wenige Tropfen Urin gelassen.

Prostatitis
Druckgefühl und/oder Schmerzen in der Schambeinregion und im Unterbauch/Dammbereich. Missempfindungen beziehungsweise Schmerzen in den Hoden, Blut im Sperma, schmerzhafter Samenerguss, Schmerzen in der Blasenregion nach dem Wasserlassen.

Prostatavergrösserung
Harnblasenentleerungsstörung: z.B. Schwierigkeiten beim Beginn des Wasserlassens, schwacher Harnstrahl, lange Dauer des Wasserlassens/Nachtröpfeln, um die Blase vollständig zu entleeren.
Harnspeicherstörungen: z.B. häufige Toilettengänge, in kurzen Abständen. Unverhoffter, starker Harndrang mit ungewolltem Abgang von Urin.

Harnsteine
Je nach Lage und Grösse des Steins oft keine Symptome, ansonsten urplötzlich auftretende, kolikartige Unterbauchschmerzen, die bis in die Flanken ausstrahlen können. Schmerzen beim Wasserlassen, Harnstrahl kann plötzlich abbrechen, blutiger Urin.

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